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Trailrunning

Das Meljanica-Tal: ein Trail, der kein Publikum braucht

Manches Gelände verkauft sich über einen Aussichtspunkt. Meljanica verkauft sich über gar nichts — es tut einfach, was ein guter Trail tun soll.

Weicher Untergrund, Schatten den größten Teil des Tages, ein Bach, der die Luft frisch hält, und ein Anstieg, der allmählich kommt statt auf einmal. Das ist die Kombination, bei der man länger läuft als geplant, und die beste Empfehlung, die ein Trail haben kann.

Warum weicher Boden mehr zählt, als er aussieht

Laufen auf Asphalt ist eine Stoßbelastung, die sich Schritt für Schritt identisch wiederholt. Waldboden macht das Gegenteil: Jeder Aufsatz ist etwas anders, die Last verteilt sich auf verschiedene Muskeln und Sehnen, statt tausendmal auf denselben Punkt zu treffen. Deshalb fühlen sich die Beine nach einer Stunde auf Erde anders an als nach einer Stunde auf Beton — weniger dumpf, breiter verteilt.

Die Kehrseite ist ein Fuß, der sich ständig anpassen muss. Die kleinen Stabilisatoren um das Sprunggelenk arbeiten ununterbrochen, und sie geben als Erste nach, wenn Müdigkeit sich sammelt. Eine Bänderverletzung im Trailrunning kommt selten von einem großen Loch; sie kommt von einer kleinen Unebenheit in dem Moment, in dem der Fuß nicht mehr rechtzeitig reagiert.

Praktische Folge: Die ersten Ausflüge auf weichem Boden sollten kürzer sein, als die Form erlaubt. Herz und Lunge sind lange vor den Sehnen bereit, und dieses Missverhältnis ist der häufigste Grund, warum Straßenläufer sich auf dem Trail verletzen.

Die Falle des angenehmen Geländes

Für einen Läufer bei 4 Elements ist dieses Gelände eine Falle. Gerade weil es angenehm ist, startet das Tempo schneller als nötig, und die Rechnung kommt am Grat, wo es weder Schatten noch weichen Boden mehr gibt. Das Tal fühlt sich leicht an, weil es beschattet ist, weil die Erde unter dem Fuß leise ist und weil der Anstieg so langsam wächst, dass der Körper ihn gar nicht als Anstieg registriert.

Das einzig verlässliche Mittel ist, nach Anstrengung zu messen, nicht nach Tempo. In der Ebene stimmen Tempo und Anstrengung überein; auf dem Trail trennen sie sich nach den ersten paar hundert Höhenmetern. Wer nach der Uhr läuft, ist im Tal zu schnell und oben zu langsam. Wer nach der Atmung läuft — danach, ob ein ganzer Satz ohne Unterbrechung gelingt — kommt in der Regel heil am Grat an.

Bei einem allmählichen Anstieg gilt auch die Schrittregel: kürzerer Schritt bei höherer Frequenz kostet weniger als langer Schritt mit Abdruck. In den ersten zehn Minuten merkt man den Unterschied nicht, nach einer Stunde unübersehbar.

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Der Bach, das Wasser und was man trägt

Der Bach durch das Tal hält die Luft frisch, und im Juli und August ist das ein echter Vorteil. Aber ein Bach ist keine Quelle. Wasser, das klar aussieht, trägt mit, was es weiter oben aufgenommen hat, und in einem Tal mit Vieh, Forstwegen und Besuchern ist das nicht zu vernachlässigen. Fürs Training trägt man Wasser mit oder benutzt einen Filter — nach Augenmaß entscheidet man nie.

Für eine längere Runde in solchem Gelände sind ein halber Liter pro Stunde ein praktisches Minimum bei mildem Wetter, und deutlich mehr bei Hitze. Ist der Grat geplant, rechnet man Wasser für die ganze Runde, denn oben gibt es nichts nachzufüllen.

Wenn der Trail nass wird

Im Winter und nach Regen wird der Untergrund rutschig, und manche Bachquerungen verschieben sich. Das ist für ein Tal dieser Art normal und Teil dessen, was am Tag selbst eingeschätzt werden muss, nicht aus der Erinnerung. Dieselbe Querung, die im August trockener Fels ist, ist im März Fels unter einem dünnen Wasserfilm — die rutschigste Variante überhaupt.

Nasser Boden ändert auch die Technik. Der Fuß landet flacher und unter dem Körper, nicht davor. In der Abfahrt bremst man nicht mit der Ferse, sondern verkürzt den Schritt und lässt die Beine schneller laufen. Wurzeln überquert man, statt an der Kante entlangzugehen, und nie im Winkel.

Es lohnt sich auch zu wissen, dass starker Regen das Aussehen des Trails ändert: angeschwemmtes Laub verdeckt Löcher, kleine Rinnsale schneiden neue Kanäle über den Pfad. Die erste Runde nach einem Unwetter läuft man langsamer, ausnahmslos.

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Was das für das Rennen bedeutet

Meljanica ist ein Gelände, das Geduld belohnt und Begeisterung bestraft. Im Zusammenhang mit 4 Elements zählt das besonders, denn die Trail-Etappe ist nicht das Ende des Rennens, sondern sein Anfang — alles, was hier ausgegeben wird, fehlt in der Luft, auf dem Rad und auf dem Wasser.

Die offiziellen Strecken werden veröffentlicht, sobald sie bestätigt sind, mit Datum und Versionsangabe. Bis dahin sind dies allgemeine Merkmale des Geländes, nützlich für die Vorbereitung, aber kein Hinweis auf den Streckenverlauf.